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Walter Moder

Polizist stirbt an Leukämie

1700 Münchner hatten sich im Dezember Blut abnehmen lassen, um dem Polizisten Walter Moder zu helfen. Nun ist Moder an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung gestorben.

1700 Münchner ließen sich Blut abnehmen - die Hilfe kam für Walter Moder zu spät. (Foto: Schmidt)

Die Polizei hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, eine großangelegte Typisierungsaktion gestartet und Spenden gesammelt, doch am Ende kam die Hilfe zu spät: Walter Moder, ehemals Kommissariatsleiter am Polizeipräsidium München, starb am Mittwochabend im Krankenhaus an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung.

Tragischerweise wurde zwar Ende Dezember ein passender Spender gefunden, doch der Gesundheitszustand des 59-Jährigen hatte sich innerhalb von wenigen Wochen so rapide verschlechtert, dass eine Knochenmarkstransplantation nicht mehr möglich war.

In der Kantine der Polizei war am 14. Dezember eine einzigartige Typisierungsaktion angelaufen: Insgesamt über 1700 Bürger hatten sich dort Blut abnehmen lassen und gleichzeitig noch Geld gespendet, um die Laborkosten für die Typisierungsaktion zu finanzieren.

Auch Walter Moder schaute kurz vorbei und war "überwältigt" von der Hilfsbereitschaft. Tatsächlich fand sich zehn Tage später ein Spender, allerdings nicht aus der Münchner Aktion.

Die Blutspenden der Münchner wurden in eine weltweite Datenbank eingestellt. Vielleicht können sie einem anderen Leukämie-Kranken das Leben retten.

(SZ vom 30.01.2009/wim/sonn)
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