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zu Jonas

Häufig gestellte Fragen

Spender dürfen grundsätzlich alle Menschen zwischen 18 und 55 Jahre werden. Zu dem Schutz und Wohl der Spender gibt es aber einige Ausnahmen.

Diese finden Sie auf der Seite der Bundesärztekammer.

2. Wie wird die Sicherheit meiner Daten gewährleistet?
Datenschutz und Datensicherheit ist ein oberstes Gebot.
Ihre Daten werden gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz verwahrt.
3. Gibt es für eine Stammzellspende Geld?
Nein. Die Stammzellspende ist unentgeltlich. Unkosten (Anfahrt, Übernachtungskosten etc.) werden jedoch erstattet.
4. Typisierung = Spende?
Eine Typisierung bedeutet nicht, dass auch Stammzellen gespendet werden. Die Wahrscheinlichkeit in den nächsten 10 Jahren nach der Typisierung Stammzellen zu spenden beträgt nur ca. 5 -10 %. Gerade weil die Wahrscheinlichkeit einen geeigneten Spender zu finden so gering ist, zählt einzelne, der sich typisieren lässt.
5. Ich bin bereits bei einer anderen Datei typisiert? Ist eine erneute Typisierung sinnvoll?
Nein. Alle Dateien weltweit sind über einen zentralen Register miteinander verbunden und arbeiten zusammen. Eine erneute Typisierung wäre folglich sinnlos.
6. Was sind HLA-Merkmale?

HLA-Merkmale (Human Leukozyt Antigen) sind Gewebemerkmale. Sie werden auch als Gewebeverträglichkeitsantigene bezeichnet. Sie befinden sich an der Oberfläche der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Jeder Mensch besitzt auf seinen Körperzellen für ihn typische Gewebemerkmale, aufgrund derer das Immunsystem eigenes von fremdem Gewebe unterscheiden kann.

Nur wenn diese Antigene von Patient und Spender nahezu 100% übereinstimmen, kann es zu einer erfolgreichen Transplantation kommen da in der Regel keine Abstoßungsreaktion erfolgt.

Aufgrund der großen Zahl verschiedener Antigene bei den Gewebemerkmalen gibt es unzählige Möglichkeiten, wie sich bei einem Individuum das HLA-Gewebemuster zusammensetzen kann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein potentieller Spender auf einen Patient passt beträgt nur ca.

1: 20000. Deshalb ist es wichtig, so viele Menschen wie möglich zu typisieren um den Kampf gegen den Krebs gewinnen zu können!

7. Welche Rolle spielt meine Blutgruppe?
Die Blutgruppe ist für die Stammzellspende nicht ausschlaggebend. Nur die HLA- Merkmale eine Rolle. 
8. Wann kommt es zur weiteren Gewebetypisierung?
Wenn eine Übereinstimmung zwischen den ersten vier von mindestens sechs HLA-Merkmalen eines Patienten und Spendern festgestellt wurde, erfolgt eine zweite Typisierung: die so genannte „ Bestätigungstypisierung“.
Die Wahrscheinlichkeit, dass nach dieser Typisierung der Spender weiterhin für einen bestimmten Patienten als Stammzellspender in Frage kommt, beträgt lediglich etwa 5%.
9. Wie lange dauert es von der ersten Typisierung bis zur letztendlichen Stammzellspende?
Nach ersten Typisierung dauert es mind. 3 Monaten bis zur potenziellen Stammzellspende. Beim Feststellen einer Übereinstimmung der HLA-Merkmale kommt es zu einer weiteren Analyse(„ Bestätigungstypisierung“) der HLA Merkmale. Diese werden noch näher aufgeschlüsselt um auch tatsächlich den „genetischen Zwilling“ für den Patient zu finden. Passen hier die HLA Merkmale folgt eine weitere Kontrolle und ein ausgiebiger Gesundheits- check up des potenziellen Spenders, um mögliche Risiken für Spender zu vermeiden. Die Wahrscheinlichkeit in den ersten 10 Jahren nach der Typisierung Stammzellen zu spenden beträgt nur ca. 5 -10 %.
10. Wann wird die Stammzelltransplantation angewendet?
Stammzelltransplantationen werden überwiegend bei Patienten durchgeführt, die unter Erkrankungen des Blut bildenden Systems leiden.
Dazu gehören vor allem verschiedene Formen von Leukämie.
11. Wie hoch sind die Heilungschancen durch eine Stammzelltransplantation?
Die Heilungschancen liegen zwischen 40-80%.
Es ist schwer absolute Prozentzahlen anzugeben, da die individuellen Heilungschancen von Mensch zu Mensch und Krankheitsgeschichte zu Krankheitsgeschichte stark variieren können.
12. Was passiert, wenn kein passender Spender gefunden wird?
In diesem Fall muss nach Alternativen gesucht werden. Häufig sind dies Chemotherapie oder Bestrahlung.
Meistens ist jedoch die Stammzelltransplantation die letzte Aussicht auf Heilung.
13. Welche Methoden der Stammzellentnahme gibt es?
Man unterscheidet zwischen zwei Methoden:
1. Entnahme von Knochenmark (nicht Rückenmark) aus dem Beckenkamm
2. Periphere Stammzellentnahme (dieses Verfahren wird zu 80 % durchgeführt)

siehe: Methoden der Stammzellentnahmen
14. Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm oder periphere Stammzellspende?
Die weitaus häufigere Form der Spende in Deutschland stellt heute die periphere Stammzellspende dar. In seltenen Fällen gibt es jedoch medizinische Gründe, warum eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm besser wäre.

Im Falle einer Spende wird man Ihnen die für Sie bzw. den Patienten günstigere Art vorschlagen.

Sie haben jedoch selbstverständlich das Recht die eine oder andere Spendeform abzulehnen.

15. Welche Risiken bestehen bei der Entnahme peripherer Stammzellen?
Da für die Lebensspende mittels der peripheren Stammzellentnahme weder eine Vollnarkose noch eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus erforderlich ist, ergeben sich keine besonderen Risiken.

Die Nebenwirkungen beschränken sich auf grippeähnliche Symptome während der Einnahme der hormonähnlichen Stoffe (ca. eine Woche).

Spätfolgen der Behandlung sind bisher nicht beobachtet worden.

16. Welche Risiken bestehen bei der Knochenmarkentnahme?
Die Knochenmarkentnahme erfolgt unter Vollnarkose. Die Risiken des Eingriffes beschränken sich auf das übliche Narkose Risiko (1:50000).

Nach der Entnahme können Wundschmerzen und vereinzelt Übelkeit als Nachwirkung der Vollnarkose auftreten.  Außerdem besteht ein Infektionsrisiko, wie es für eine Wunde gilt.

Hier klicken für mehr Information.

17. Wie groß ist der Zeitaufwand bei einer Spende?
Bei der Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm ist in der Regel ein Krankenhausaufenthalt von etwa drei Tagen zu rechnen. (1. Tag: Aufnahme, 2. Tag: Entnahme, 3.Tag: Entlassung). Der operative  Eingriff selbst dauert ca. eine Stunde.

Bei der peripheren Stammzellentnahme wird dem Spender über fünf Tage hinweg ein hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor) gespritzt. Die Injektion kann durch den eigenen Hausarzt erfolgen. Der eigentliche Vorgang der Stammzellentnahme erfolgt ambulant und dauert ca. 3-4 Stunden.

18. Kann ich mich im nach hinein noch gegen eine Spende entscheiden?
Sie können (bis auf die Woche vor der Entnahme) ihr Einverständnis zur Spende jederzeit  zurückziehen ohne Gründe anzugeben. Wir wissen, dass die Entscheidung für oder gegen eine Stammzelltransplantation für die Beteiligten schwierig ist. Es gibt persönliche und andere Gründe, sich kurzfristig doch noch von einer Spende zurückzuziehen.

In der letzen Woche vor der Spende wird der Patient auf die Transplantation vorbereitet. Mit Chemotherapie und Bestrahlung wird seine eigene Immunantwort unterdrückt. Ab diesem Zeitpunkt können sie ihr Einverständnis nicht mehr zurück nehmen, da der Patient sonst in höchster Lebensgefahr schwebt.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sie in der Vorbereitungsphase ausreichend Möglichkeit haben Zweifel und Bedenken zu äußern, so dass es nicht zu einem Rückzug der Spende im letzten Moment kommt.

19. Wie wird auf die Transplantation vorbereitet?
Ungefähr eine bis zwei Wochen vor der Transplantation wird der Patient in einer Klinik aufgenommen. Dort wird sein krankes Blut bildendes System mit einer Chemo- und/oder Strahlentherapie abgebaut.  Das ziel der Behandlung ist zum einen die vollständige Zerstörung aller kranken Zellen und zum anderen die Unterdrückung des Abwehrsystems, um zu vermeiden, dass die übertragenen Stammzellen abgestoßen werden
In diesem Stadium ist der Patient auf die Stammzellen des Spenders angewiesen, um wieder selbst Blut produzieren zu können.
20. Wie werden dem Patienten die Stammzellen übertragen?
Die Übertragung der Stammzellen erfolgt, ähnlich wie bei einer Bluttransfusion, intravenös. Die transplantierten Stammzellen verteilen sich mit dem Blutstrom im Körper. Dort beginnen sie, neue, gesunde Blutzellen zu bilden. Während der ersten zwei bis vier Wochen nach der Transplantation bleibt der Patient wegen des geschwächten Immunsystems isoliert.
21. Kann ein Spender mit dem Empfänger seiner Stammzellen Kontakt aufnehmen?
Die ersten zwei Jahre nach der Spende bleiben Spender und Patient aus datenschutzrechtlichen Gründen anonym.

In Deutschland besteht die Regelung, dass nach diesen 2 Jahren Kontakt aufgenommen werden darf, falls beide dies wünschen: Der Kontakt kann er Brief, per Telefon oder auch in Form eines persönlichen Treffens erfolgen.

Dies ist allerdings nicht möglich, wenn Spender oder Empfänger in einem Land leben, wo eine andere gesetzliche Regelung gilt.

In manchen Ländern (Bsp. Belgien, Frankreich) muss nach dem dortigen Gesetzt die Anonymität bestehen bleiben. Kontakt darf nur in anonymer Form bestehen.

Einige Länder (z.B. Schweiz) erlauben gar  keinen Kontakt zwischen Spender und Empfänger.