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zu Jonas

Der Ablauf

Datum: Freitag, den 01. Juli 2011
Ort: Kollegiengebäude II der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Platz der alten Synagoge
Uhrzeit: voraussichtlich 12-16 Uhr

Bei unserer Aktion geht es darum, Leuten, die potentielle Stammzellspender werden möchten, einige Milliliter Blut abzunehmen. Diese Blutprobe dient dann zur Typisierung, also zur Erfassung der HLA-Merkmale.

Wer am 1. Juli ins KG II kommt um sich typisieren zu lassen, muss zunächst schriftlich sein Einverständnis zur Typisierung geben.
Da man in einer Kartei erfasst wird, werden auch persönliche Daten erhoben. Hierzu sollten Typisierungswillige ihre Versichertenkarte der Krankenkasse mitbringen.
Die so erfassten Daten unterliegen selbstverständlich dem Datenschutz und sind später nur der Freiburger Stammzelldatei zugänglich. Sie werden keinesfalls an Dritte weitergegeben und liegen auch dem ZKRD (Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland) nur anonymisiert vor.
Erst dann erfolgt die eigentliche Blutentnahme, bei der von Ärzten ca. 5 – 20 ml Blut entnommen werden.
Das Blut kommt nun zur Untersuchung in ein Labor. Sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen, werden Ihre HLA-Merkmale in die Freiburger Stammzelldatei aufgenommen. Damit werden Sie zu neuen potentiellen Stammzellspendern.

Falls eine Spende benötigt wird, und Ihre Gewebemerkmale mit denen des Leukömiekranken übereinstimmen, werden Sie also SpenderIn benachrichtigt und um eine weitere Untersuchung (Feintypisierung) und gegebenenfalls eine Stammzellspende gebeten. Wenn Sie einwilligen Stammzellen zu spenden, wird der/die EmpfängerIn mit einer Hochdosis-Chemotherapie behandelt, so dass das erkrankte Knochenmark fast komplett zerstört wird. Die Stammzellentnahme selbst erfolgt entweder durch konventionelle Knochenmarkspende in Vollnarkose oder heute viel häufiger ambulant durch periphere Stammzellapherese. Bei einer Knochenmarkspende besteht das allgemeine Narkoserisiko und es treten Wundschmerzen auf. Für die periphere Stammzellapherese, die heutzutage hauptsächlich durchgeführt wird, müssten Sie fünf Tage zuvor Wachstumsfaktoren (G-CSF) einnehmen, so dass die Stammzellen vermehrt gebildet werden und ins periphere Blut wandern. Da dieser Wachstumsfaktor auch bei Entzündungen vermehrt gebildet wird, können grippeähnliche Symptome auftreten. Die entnommenen Stammzellen werden im Knochenmark innerhalb von wenigen Wochen nachgebildet. Dem/der EmpfängerIn werden die Stammzellen über eine Infusion verabreicht und wandern von selbst in das Knochenmark ein, zerstören dort übrige erkrankte Stammzellen und übernehmen die Bildung der verschiedenen Blutzellen. Das Immunsystem ist zu Beginn sehr anfällig und muss erst wieder aufgebaut werden. Auf die ABO-Blutgruppe kommt es bei der Stammzellspende nicht an, da sich die Blutgruppe des Empängers zu der Ihren verändert.

Die Blutabnahme zur Typisierung kann in einer spezialisierten Klinik, wie zum Beispiel bei der Stammzelldatei des Tumorzentrums der Uniklinik Freiburg vorgenommen werden, oder während einer Typisierungsaktion oder teilweise auch durch den Hausarzt /die Hausärztin.

Weitere Informationen:

  • Lexikon zur Stammzellspende: hier findet ihr Informationen zu allen wichtigen Themen rund um die Typisierung und Spende von Stammzellen
  • Krankheiten: bei welchen Krankheiten eine Stammzelltransplantation notwendig werden kann könnt ihr hier nachlesen